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Mein Leben & ich in crazy Peking

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Lena und Heike

 

Besuch aus Deutschland

 

Von Mittwoch bis Montag haben mich Lena und Heike in Peking besucht. Leider musste ich noch den Donnerstag und Freitag arbeiten, sodass ich ihnen erst am Wochenende Peking zeigen konnte.

Am ersten Abend sind wir nach einem sehr chinesischen Essen (Mandarinfisch, Beaf-Noodles, Frühlingsrollen und „vegetarisches“ Gemüse in Pfannkuchen) erst mal ins Yashow gefahren und haben uns dort die Füße massieren und Nägel lackieren lassen – so richtig schön entspannend ;-) und vor allem günstig ;-)

Freitag fuhr ich mit den Mädels in das beste Beijing Roasted Duck Restaurant in Peking und wir schlemmten bis zum Platzen. Da in China immer einer bestellt und alles geteilt wird, orderte ich auch etwas „spezielles“... „broken duck hearts“! Heike schmeckte es nicht wirklich, aber Lena und mir schon! Erst als ich erzählte, dass es Entenherz sei (natürlich erst nach dem Essen) wurden beide etwas grün um die Nase ;-) Ich kann’s ihnen aber nicht verübeln, war bei meinem ersten Entenherz genauso!

Nach dem Essen flitzten wir zu dem Red Theatre, wo „Legend of Kung Fu“ aufgeführt wurde. Die Show kannte ich zwar schon, habe sie aber trotzdem sehr genossen und war wieder einmal beeindruckt von der Stärke und Beweglichkeit der Mönche!

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Nach der Show wollten wir noch etwas trinken gehen und ließen uns von unserem überaus coolen Taxifahrer („I like Kliensmann and Jogi!“) in die Sanlitun Street fahren, wo wir kurzerhand beschlossen das Fußballspiel Niederlande vs. Brasilien zu gucken. In der Halbzeit lernten wir zwei Schwedinnen kennen und guckten den Rest des Spiels zusammen. Martina und Karin waren super lustig drauf und nach dem Spiel gingen wir fünf noch zusammen in die Blue Bar feiern. Richtig coole Lokation mit Rooftopbar und Dancefloor unten! ;-)

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Am Samstag beschlossen wir in den Beijing Zoo zu fahren um uns dort die Pandas anzusehen. Der Reiseführer beschrieb den Zoo allerdings nur als bedingt gut. Nur das Pandagehege und das Aquarium sollen einen Besuch wert sein. Alles in allem muss ich sagen: Stimmt! Die Gehege waren ziemlich klein und meist auch nicht wirklich interessant (für die Tiere) gestaltet. Teilweise fehlte sogar das Wasser und das bei mindestens (ungelogen) 40 Grad! Die Pandas waren eigentlich ganz niedlich, wobei auch sie (bis auf einer) etwas verwahrlost aussahen... Trotzdem hatten sie in ihren großen Gehegen viel Platz und sogar Schaukeln und Wippen zum Spielen. Dass sie bei der Mittagshitze allerdings nur herumlagen, war ihnen nicht zu verübeln ;-)

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Vorbei an den Affen, Kängurus und Elefanten liefen wir zu dem Aquarium. Es war riiieesig! Hier würde ich echt gerne mal wissen, wie viele Millionen Liter Wasser und wie viele Fische usw. hier untergebracht sind! Am lustigsten war die Definshow in einer Art Stadium. Auch hier gilt: Je grösser desto besser! Wir drei waren ca. 20 Minuten vor Showbeginn dort und haben schon einige der letzten Plätze bekommen.

 

 

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Die Delfine und Seelöwen waren echt putzig und gut dressiert. Außerdem wurde nichts tierquälendes von ihnen verlangt, was uns alle sehr beruhigte (man weiß ja nie, sie essen ja auch schließlich fast alles!). Das Highlight für uns Deutsche war allerdings die Backgroundmusik... Es wurde von den Prinzen „Deutschland“ (Das alles ist Deutschland – das alles sind wir / Das gibt es nirgendwo anders – nur hier nur hier...) gespielt! Geilo! :-D

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Zum Schluss besuchten wir noch die Rhinos, Hippos, Tiger, Löwen, Jaguare, Krokodile und viele mehr! Nach guten 5 Stunden hatten wir auch alles gesehen und beschlossen spontan nicht mehr zu dem Kaiserpalast zu fahren da es A) zu heiß und B) schon zu spät war (alle Sightseeingattraktionen schließen um 17:00 Uhr – Schwachsinn, wenn ihr mich fragt!).

Hier noch ein paar Bilder:

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Also machten wir uns auf zum Sanlitun Village um uns zu stärken (noch nie war ein Subways Sandwich SO lecker!^^) und anschließend noch ein bisschen shoppen zu gehen! Natürlich alles Originale ;-) Der Hammer war, dass Lena Schuhe in Größe 45 kaufen wollte und der Verkäufer uns dermaßen verarschen wollte: Zuerst brachte er uns zweimal die falsche Größe und auf Nachfrage zum dritten Mal die „richtige“ Größe. Allerdings war auf dem Größenschild im Inneren des Schuhs einfach eine andere Größe übergeklebt. Der Schweinehund. Allerdings war es gut gemacht, sodass wir es eigentlich nur durch Zufall entdeckt haben. So verließen wir den Stand OHNE Schuhe! Sein Pech!

 

DSCN2402.JPG Am Abend war das Deutschlandspiel gegen Argentinien. Meine Bekannte Katrin hatte Karten für ein special event besorgt: Fussi gucken vor dem Olympiastadium! ;-) Echt cool! Auf dem Rasen vor dem Stadium waren viele kleine Tische und Stühle aufgestellt und vorne gab es eine Bühne mit Leinwand. Im Hintergrund leuchtete das Stadium... :-D Etwas zu früh vor Ort, mussten wir uns noch eine geschlagene Stunde chinesische Techno Äquivalente von Micky Krause, Juergen Drews und Co. anhören. Eigentlich aber ganz witzig, vor allem weil der Mindestkonsum der Sänger bei 3 Krügen Bier (auf EX!) lag :-D hihi!

 

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Bei Spielbeginn war der Rasen proppenvoll und wir acht (!) deutschen unter 300 bis 500 chinesischen Argentinienfans (was haben sie gegen Deutschland?!) – da ging die Post ab. Lena, Heike und ich packten unsere Schlachtrufe vom Volleyball aus und es wurde gefeiert, getanzt und gejubelt – im Laufe des Spiels machten wir uns bestimmt einige Feinde, aber gewannen auch ein paar Fans für Deutschland hinzu! ;-) Bestimmt sind wir auch auf hundert Fotos, denn herumspringende jubelnde deutsche Mädels sind für die Chinesen wie Weihnachten ;-))

 

 

 


Sonntag war es dann endlich so weit: Ich hatte eine Tour gebucht und wir fuhren zur Großen Mauer, Abschnitt Badaling. Zuerst besuchten wir jedoch die Ming Gräber. Es ist eine Begräbnisstätte von 13 der 16 chinesischen Ming-Kaiser. Wir besuchten mit unseren Gruppe (von 10 Teilnehmern 6 Deutsche – sie sind überall!^^) jedoch nur das größte Grab des 3. Kaisers Zhu Di (auch Yongle genannt!), der auch die Verbotene Stadt errichten ließ. Gebaut wurde die Anlage als ein Mausoleum. Die Bauzeit betrug von 1409 bis 1427 16 Jahre! Bis zum Zusammenbruch der Ming-Dynastie im Jahre 1644 wurden hier die Kaiser, dessen Konkubinen, sowie 1 Eunuch (kastrierter Mann! Warum genau, wurde nicht erklärt – schon recht seltsam...) begraben.

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Der Kaiser Zhu Di war einer der bedeutendsten in Chinas Geschichte: Nach dem Mord an seinem Neffen Jianwen, riss er die Macht an sich und bestieg selbst den Thron. Über 20.000 Menschen wurden bei der „Säuberungsaktion“ des neuen Kaisers hingerichtet um seine Macht zu stärken. Da sich Zhu Di in der Hauptstadt Nanjing nicht sicher fühlte, erklärte er Peking („Nördliche Hauptstadt“) 1421 zur neuen Hauptstadt, weil er dort früher als Fürst gelebt hatte und immer noch Verbündete hatte. Insgesamt ist der der baufreudigste Kaiser, da er neben der Stadterneuerung (Schachbrettmuster), auch den Kaiserpalast, den Himmelstempel und das Ming Mausoleum bauen ließ.

 

 DSCN2472.JPG Schließlich fuhren wir nach Badaling zur Großen Mauer. Badaling ist der touristischste und laut Reiseführer schönste Abschnitt der Mauer. Es war der erste Abschnitt der restauriert wurde und 1957 für Besucher freigegeben wurde. Die Anziehungskraft dieses Mauerabschnittes sah man schon bei der Anfahrt. Hunderte von Reisebussen und Menschenmassen strömten zu den verschiedenen Eingängen der Mauer – wirklich viele! Ich hatte zwar mit einem Ansturm gerechnet, aber so viel hatte ich echt nicht erwartet. Unser Guide führte uns zum Eingang und rief uns „turn right“ hinterher. Nun hatten wir zwei Stunden als Helden. Laut Legende wird man zum Held, sobald man über die Mauer läuft. Tja, ich würde mal sagen, zwei neue (ich war ja schon 2 Mal auf der Mauer^^) sind geboren! ;-)

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Oben angekommen blickten wir nach rechts und man konnte unter lauter Menschen schon fast nicht mehr die Mauer erkennen. Links dagegen war es „leer“. So beschlossen wir auf den Tipp unseres Guides zu pfeifen und nach links zu marschieren. Der Abschnitt war auch wirklich traumhaft, besonders da wir die Sonne im Rücken hatten und somit die Fotos auch wirklich klasse wurden.

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Nach der Mauer und weiteren Stopps bei einer Jade- und Seidenfabrik aßen wir noch eine Kleinigkeit zu Abend und dann war auch schon der letzte Tag von Heike und Lenas Besuch vorbei...

 

Mädels es hat suuuper viel Spaß gemacht! Cool, dass ihr hier wart!!

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Los Grußos,

Kim

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